sandy

sandy = sandig

Ich möchte einen Würfel aus Sand errichten, der die Maße 1m x1m x1m hat und ohne Hilfsmittel frei im Raum steht.
Die Skulptur besteht ausschließlich aus Sand und Wasser. Durch eine spezielle Herstellungsweise lassen sich die fließenden Materialeigenschaften von Sand und Wasser ohne Zugabe von Bindemitteln überwinden. Es entsteht eine stabile Verbindung, die zugleich ihre Fragilität in sich trägt. Millionen von einzelnen Sandkörnchen verbinden sich zu einer temporären Form.
Bei dem Kubus aus Sand handelt es sich einerseits um eine autonome Skulptur, andererseits erinnert er in seiner Grundform an einen Sockel, der die eigentliche Skulptur vermissen lässt.
Die einfache Körperform des Würfels vermittelt in seinen gleichmäßigen Proportionen Stabilität und Standfestigkeit. Im Gegensatz dazu steht seine Materialität. Millionen von Sandkörnern drohen den Halt zu verlieren. Der Zerfall könnte jeden Moment nach Fertigstellung der Skulptur einsetzen. Durch diese Unkalkulierbarkeit bekommt die Skulptur etwas Prozesshaftes und wird zum Ereignis. Sie spielt mit den Erwartungen der Besucher und erzeugt eine produktive Spannung.

Die große haptische Anziehungskraft veranlasst die Menschen den Sandwürfel  mehr oder weniger vorsichtig an zu fassen. Hemmschwelle! Die Menschen hinterlassen Spuren.

Die Frage nach der Beziehung zwischen Ewigkeit und Vergänglichkeit spielt an allen Standorten an denen der Sandwürfel steht eine zentrale Rolle. In Verbindung mit der Charakteristik des Ortes können sich dadurch sehr unterschiedliche Aussagen ergeben.